Grundbegriff des Investments - Finanzdienstleistungen Reinhard Sonnenberg

Reinhard Sonnenberg

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Grundbegriff des Investments

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Aktienfonds mit Spezialwerten
Aktienfonds mit Standardwerten
Anteil am Fondsvermögen
Anteilswert
Ausgabeaufschlag
Ausgabepreis von Investmentanteilen
Ausschüttungen
Branchenfonds
BVI - Bundesverband deutscher Investmentges. e.V.
BVI - Wertentwicklung
Convertible Fund
Cost-Average-Methode
Derivate
Fondspolice
Geldmarktfonds
Hemisphären-Fonds
Indexfonds
Investment-Sparplan
Investitionsgrad
Immobilienfonds, Offene
Kapitalanlagengesetzbuch
Länderfonds
Laufzeitfonds
Mittelaufkommen (Netto-)
Performance
Rechenschaftsbericht
Risikostreuung
Rücknahmepreis
"Smaller-companies-Konzept"
Steuerpflichtiger Ertragsanteil
Stressfaktor
Teilliquidationsrecht
Thesaurierungsfonds
Umtauschrecht
Verkaufsprospekt
Wiederanlagerabatt
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Aktienfonds mit Spezialwerten Im Fondsvermögen derartiger Fonds sind Aktien kleinerer und mittlerer Unternehmen wesentlich dominanter als bei den breit streuenden Fonds. Da kleinere und mittlere Unternehmen häufig sehr innovativ sind, können sie auf ihrem Unternehmensgebiet häufig eine Vorreiterrolle einnehmen und entsprechendes Wachstums- und Ertragspotenzial haben. Mit ihrer einseitigen Produktpalette sind sie jedoch auch anfälliger gegenüber konjunkturellen Schwankungen. Aktienfonds mit Spezialwerten haben deshalb ein insgesamt höheres Chancen- und Risikopotenzial als breit streuende Fonds. Gehe zum Seitenanfang
Aktienfonds mit Standardwerten Im Fondsvermögen von breit streuenden Fonds spielen die "blue chips" des jeweiligen Börsenplatzes eine überdurchschnittlich große Rolle. Sie orientieren sich in der Zusammensetzung des Fondsvermögens am jeweils maßgebenden Börsenindex und versuchen durch besondere Gewichtung und Hereinnahme besonderer Werte besser abzuschneiden als der Index. Gehe zum Seitenanfang
Anteil am Fonds-
vermögen
Mit den erworbenen Anteilen am Vermögen eines Fonds erhält der Käufer das Recht, an der Entwicklung des Fonds teilzuhaben.
Die Fonds sind verpflichtet, die Anteile jederzeit zum tagesaktuell festgestellten Rücknahmepreis zurückzunehmen.
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Anteilswert Der Anteilswert von Investmentfonds ergibt sich, indem der Wert des Fondsvermögens zu einem bestimmten Stichtag durch die Zahl der ausgegebenen Anteile dividiert wird. Er wird auch Inventarwert genannt. In Deutschland wird der Wert eines Anteils nicht an der Börse ermittelt, sondern spiegelt bei Wertpapierfonds die Börsenkurse der im Fondsvermögen befindlichen Wertpapiere zzgl. der bis zum Stichtag der Bewertung aufgelaufenen
Erträge wieder.
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Ausgabeaufschlag Zur Deckung eines Teils ihrer Vertriebskosten erheben die Fonds einen Aufschlag auf den Anteilswert. Anteilswert zzgl. Ausgabeaufschlag bilden den Ausgabepreis; dieser ist also grundsätzlich höher als der tatsächliche Wert des Anteils. Anders ausgedrückt: Nicht der vom Anleger eingesetzte Betrag kommt zur Anlage, sondern nur der um den Ausgabeaufschlag verminderte Betrag. Häufig ermäßigen sich die Ausgabeaufschläge mit zunehmender Höhe
der Anlagesumme.
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Ausgabepreis von Investmentanteilen Der Ausgabepreis setzt sich zusammen aus dem aktuellen Anteilswert zzgl. einem Ausgabeaufschlag. Der Ausgabepreis ist damit i.d.R. höher als der tatsächliche Wert eines Anteils. Das ist ein Grund dafür, dass mit Fonds nur längerfristig ausgerichtete Anlagestrategien verwirklicht werden sollten.
Für Anlagestrategien, die nur kurzfristig ausgerichtet werden können, bieten sich Fonds ohne Ausgabeaufschläge,
z.B. Geldmarktfonds an.
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Ausschüttungen Sofern ein Fonds ausschüttet (im Gegensatz zu Thesaurierungsfonds), sind üblicherweise die während der Geschäftsperiode vereinnahmten ordentlichen und außerordentlichen Erträge (Zinsen, Dividenden, Veräußerungserlöse aus Bezugsrechten) Gegenstand der Ausschüttung. Sofern Kursgewinne auch ausgeschüttet werden können, muss dies in den Vertragsbestimmungen vorgesehen sein.
Da die Ausschüttung in voller Höhe den Anteilswert vermindert, ist sie kein Maßstab für die Rendite eines Fonds: Die Geschichte speziell der deutschen Rentenfonds ist ungezählter Beispiele von Negativrenditen trotz stattlicher Ausschüttungen, weil im jeweiligen Jahr der Anteilswert um einen höheren Betrag als den Ausschüttungsbetrag zurückging.
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Branchenfonds Branchenfonds sind in erster Linie bei den Aktienfonds zu finden. Das Fondsvermögen wird überwiegend nur in Aktien einer Branche, also etwa Finanztitel, Rohstoffwerte oder Goldminenaktien investiert. Der Vorteil für die Anleger liegt darin, dass sie auf einfache Weise von positiven Sonderentwicklungen einzelner Branchen profitieren können. Nachteil: Ganz erhebliches Verlustrisiko durch schlechte Geschäfte dieser Branche, häufig auch zusätzliches, hohes Währungsrisiko. Gehe zum Seitenanfang
BVI Bundesverband deutscher Investmentfonds, ist der Dachverband der deutschen Investmentfonds. Er gibt zahlreiche Publikationen heraus, darunter die monatlichen Performance-Hitlisten. Gehe zum Seitenanfang
BVI-Wertentwicklung Der BVI liefert mit seiner BVI-Wertentwicklung in den monatlich veröffentlichten Performance-Listen einen Maßstab für das in der Vergangenheit erzielbare Anlageergebnis eines Fonds. Die BVI-Wertentwicklung geht dabei von folgenden Voraussetzungen aus:·
  • das eingesetzte Kapital kommt zu 100%
    zur Anlage,
  • Ausschüttungen werden am Tag der Ausschüttung zum Anteilswert wiederangelegt

Diese Art der Performance-Messung erlaubt nur dann Aussagen über das tatsächliche Anlageergebnis, wenn man berücksichtigt, dass

  • die Ausgabekosten (Ausgabeaufschläge) vernachlässigt werden,
  • die steuerlichen Auswirkungen nicht betrachtet werden,
  • die Wiederanlage der Ausschüttungen i.d.R. zwar mit einem Wiederanlagerabatt belohnt wird, jedoch meistens nicht kostenfrei ist.
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Convertible Fund Ein Investmentfonds mit dem Anlageschwerpunkt Wandelanleihen wird als "Convertible Fund" bezeichnet. Kennzeichnend für diese Fondskategorie ist, dass das Wandlungsrecht in Aktien mit einer sehr niedrigen Nominalverzinsung erkauft wird. Außerdem ist durch die Nähe zur Aktie eine ausgeprägte Schwankungsbandbreite zu erwarten. Vom Chancen- und Risikopotential her sind "Convertible Funds" am ehesten mit Aktienfonds zu vergleichen. Viele Fonds investieren in Fremdwährungs-Wandelanleihen und handeln sich dadurch zusätzlich auch erhebliches Währungsrisiko ein! Gehe zum Seitenanfang
Cost-Average-
Methode
Die Cost-Average-Methode basiert auf dem Prinzip, monatlich einen festen Betrag zu investieren, um Anteilscheine eines Fonds zu erwerben. Stehen die Anteilspreise des Fonds tief, werden mehr Anteile, stehen sie hoch, werden weniger Anteile erworben. Von den Anbietern von Fondssparplänen wird behauptet, dass hierdurch besonders günstige Durchschnittspreise zustande kämen. Tatsächlich ist das "Cost-Average" immer besser als die Taktik, monatlich eine bestimmte Stückzahl von Anteilen zu erwerben. Es ist jedoch dennoch bloß eine passive Spartechnik: Speziell in Zeiten tendenziell steigender Anteilswerte kann man mit einer aktiven Spartechnik deutlich besser fahren, wenn mehrere Sparraten gebündelt werden und an schwachen Börsentagen investiert wird. Gehe zum Seitenanfang
Derivate Derivate sind Finanzprodukte, die an andere Finanzprodukte (Basiswerte) gekoppelt sind. Basiswerte können etwa Aktien, Aktienkörbe (Baskets), Indizes, Anleihen, Währungen oder Waren und Rohstoffe sein. Die Wertentwicklung der Derivate hängt ab von der Entwicklung des Basiswerts (Underlying). Derivate berechtigen den Käufer, den zugrunde liegenden Wert an einem vereinbarten Termin zu einem vereinbarten Preis zu kaufen oder verkaufen.
Für Kleinanleger kaum geeignet.
Wir bieten ausdrücklich keine Derivate an!
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Fondspolice Eine Fondspolice ist ein Lebensversicherungsvertrag, bei dem der Sparanteil in einen oder mehrere Fonds investiert wird. Je nach Risikomentalität des Anlegers kann in Aktienfonds, Rentenfonds, Immobilienfonds oder in einen gemanagten Fonds investiert werden. Bei der Anlage in Fondspolicen sollte abgewogen werden, ob die Steuerfreiheit (bei Verträgen mit mindestens 12-jähriger Laufzeit) der Fondspolice höher zu bewerten ist als die Verwaltungskosten der Fondspolice, da sich sonst ein direkt besparter Fondssparplan besser rechnet. Gehe zum Seitenanfang
Geldmarktfonds Investmentfonds, die ihr Fondsvermögen überwiegend in (nicht börsennotierte) Wertpapiere mit sehr kurzen Restlaufzeiten investieren. Solche Geldmarktpapiere können z.B. "Cerificates of Deposit" (CD's) sein.
Die sehr kurzen Restlaufzeiten bewirken nahezu völlige Immunität des Fondsvermögens gegenüber Kursschwankungen der Fondswerte oder, anders gesagt: Die Renditen solcher Geldmarktfonds spiegeln zu jedem Zeitpunkt das aktuelle Zinsniveau nahezu vollständig wieder. Reine Geldmarktfonds sind in Deutschland nicht zugelassen und dürfen hier auch nicht vertrieben werden. Hochburg der Geldmarktfonds ist Luxemburg. Die dort ansässigen Töchter deutscher Banken haben neuerdings Quasi-Geldmarkt-Fonds aufgelegt, die neben dem zulässigen 49%-Anteil von Geldmarktpapieren hauptsächlich Floater im Portefeuille haben, womit der Effekt der Kursstabilität ebenfalls erreicht wird.
Niedrige Ausgabeaufschläge machen die Geldmarktfonds zu echten Alternativen zu Festgeld und Sparbuch.
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Hemisphären-Fonds Investmentfonds, die in ihren Anlagerichtlinien darauf festgelegt sind, innerhalb einer bestimmten Hemisphäre, also z.B. Europa oder dem pazifischen Raum zu investieren.
Der Vorteil von Hemisphären-Fonds ist wohl darin zu sehen, dass auch Anleger, die sich mit den örtlichen Kapitalmärkten überhaupt nicht auskennen, auf einfache Weise von besonders günstigen Börsenentwicklungen im jeweiligen Teil der Welt profitieren können. Der Nachteil liegt ebenso klar auf der Hand: Diese Fonds enthalten ein sehr hohes Risiko, vor allem, weil einbrechende Börsen in einzelnen Hemisphären nicht durch Streuung auf andere Börsenplätze begegnet werden kann und unter Umständen nicht nur die Börse, sondern auch die (Leit-) Währung des jeweiligen Raumes einbricht.
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Indexfonds Bei Indexfonds handelt es sich um Aktienfonds, die in der Zusammensetzung ihres Fondsvermögens den Börsenindex des jeweiligen Investitionslandes in Zusammensetzung und Gewichtung exakt nachbilden. Indexfonds konnten sich nicht etablieren, da der Ehrgeiz jedes Fondsmangements darauf gerichtet war, besser abzuschneiden als der jeweilige Index.
Reine Indexfonds verzeichnen seit Jahren nur schwache Ergebnisse - sie sind also kein Heilmittel, um unbedingt Kosten zu sparen, bei Select-Indexfonds sieht es bei den Ergebnissen besser aus
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Investment-Sparplan Kontinuierliche Zahlungen werden dazu verwandt, Anteile an einem Investmentfonds zu erwerben. Der freie Kapitalmarkt hält eine Menge Angebote an Investmentsparplänen bereit. Nutzen Sie den Cost-Average-Effekt bei Sparplänen. Günstige Angebote erhalten Sie von u.a. ungebundenen Investmentvermittlern.
Maßgebend sind weniger die durchschnittlichen Renditen als vielmehr der Börsenstand am Sparplanende. Mindestens erforderlich:
15-besser 20-jähriger Planungshorizont, Sicherheits-Zeitpuffer am Sparplanende bilden!
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Investitionsgrad Der Investitionsgrad eines Fonds ist der Anteil des Fondsvermögens, der nicht als Liquiditätsreserve gehalten wird, sondern der in den eigentlichen Fondszweck, also Aktien oder festverzinsliche Papiere, investiert ist. Gehe zum Seitenanfang
Immobilienfonds,
Offene
Offene Immobilienfonds legen das Fondsvermögen schwerpunktmäßig in Immobilien an. Je nach Fonds wird ein mehr oder weniger großer Anteil des Fondsvermögens auch in festverzinslichen Werten bzw. Bankguthaben gehalten.
Die deutschen offenen Immobilienfonds sind zum großen Teil in gewerbliche Objekte und Wohnbauten investiert.
Die Wertzuwächse liegen relativ bescheiden zwischen 2% und 3% p.a..
Durch das Kapitalanlagegesetz sind die offenen Immobilienfonds wie andere Fonds ebenfalls der Bankenaufsicht unterstellt und zur Risikostreuung verpflichtet.
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Kapitalanlage-
gesetzbuch
(KAGB)
Das deutsche "Kapitalanlagegesetzbuch" gilt seit dem 16. Mai 2013 - vorher: "Investmentgesetz" . Das KAGB regelt die Rechtsform, Verpflichtung zur Risikostreuung, Rechtsstellung der Anleger etc. bei Investmentanlagen. Gehe zum Seitenanfang
Länderfonds Fonds, deren Anlagerichtlinien die Investition des Fondsvermögens ausschließlich in einem bestimmten Land, z.B. Spanien oder Japan, vorsieht. Siehe dazu Hemisphären-Fonds. Gehe zum Seitenanfang
Laufzeitfonds seit 1990 auch in Deutschland erlaubt. Ein Laufzeitfonds erwirbt Rentenwerte mit identischen, kurzen bzw. kürzeren Restlaufzeiten. Am Ende der Laufzeit des Fonds werden also alle Papiere getilgt:
Kein Kursrisiko mit Blick auf das Laufzeitende des Fonds. Laufzeitfonds werden nach der Zeichnungsfrist geschlossen, danach werden also keine neuen Anteile mehr ausgegeben.
Die Rückgabe der Anteile ist allerdings zu jedem Zeitpunkt während der Laufzeit möglich. Das Kursrisiko hält sich wegen der kürzeren Laufzeiten in Grenzen.
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Mittelaufkommen (Netto-) Differenz zwischen während eines Jahres neu in den Fonds einfließenden und den abgezogenen Mitteln. Besserer Maßstab für die Beurteilung der Entwicklung der Größe eines Fonds als das Fondsvermögen (das häufig signalisiert, dass ein Fonds größer geworden ist, obwohl dies nur auf gestiegene Kurse zurückzuführen ist). Gehe zum Seitenanfang
Performance Maßstab zur Ergebnismessung bei Kapitalanlagen, der das Anlageergebnis unter Berücksichtigung aller maßgebenden Faktoren innerhalb eines bestimmten Zeitraums misst.
Bei den Investmentfonds misst die Performance die Summe aus Veränderung des Anteilswerts und der erfolgten Ausschüttungen. Im Detail jedoch, können sich die Performance-Konzepte unterscheiden, je nachdem, ob die Kosten berücksichtigt werden, ob von der Wiederanlage der Ausschüttungen ausgegangen wird, u.ä.
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Rechenschafts-
bericht
Berichterstattung eines Fonds über das abgelaufene Geschäftsjahr (bzw. Zwischenbericht nach dem halben Geschäftsjahr). Die Rechenschaftsberichte enthalten komplette Vermögensaufstellungen zum Geschäftsjahresende, aus denen auch die Fremdwährungspositionen ersichtlich sind. Ferner eine Aufstellung über aufgelöste Positionen und die Ertragsrechnung, aus der Sie entnehmen können, mit welchen Kosten jeder Anteil belastet ist. Die Rechenschaftsberichte sind wichtig, wenn Sie überprüfen wollen, ob die Anlagepolitik eines Fonds Ihrem individuellen Risikoraster entspricht. Gehe zum Seitenanfang
Risikostreuung Verpflichtung der Kapitalanlagegesellschaft, bei der Anlage des Fondsvermögens nach genau definierten Regeln diversifiziert vorzugehen. Die Risikostreuung schreibt Obergrenzen für den Anteil von Papieren einzelner Aussteller am Fondsvermögen und Obergrenzen für einzelne Wertpapierarten vor. Schwankungen einzelner Aktien z.B., schlagen also nur geringfügig auf das Fondsvermögen bzw. einen Anteilswert durch. Die Risikostreuung bedeutet aber keinesfalls Risikoimmunität: Einem gesamt nach unten gerichteten Börsentrend kann sich kein Fonds entziehen! Gehe zum Seitenanfang
Rücknahmepreis Preis, den der Fonds verpflichtet ist, bei der Rückgabe von Anteilen zu bezahlen.
In Deutschland ist dies grundsätzlich der Anteilswert, international können "Rücknahmekommissionen" o.ä. erhoben werden.
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"Smaller-
companies-
Konzept"
Fondsstrategie, die darauf setzt, dass die besten Ertrags- und Wachstumschancen im Bereich kleinerer und mittlerer Unternehmen zu finden sind. Siehe Aktienfonds, Spezialwerte. Gehe zum Seitenanfang
Steuerpflichtiger Ertragsanteil Jener Teil des gesamten Wertzuwachses, der aus Zinsen, Dividenden und Mieteinnahmen stammt.
Mit der Abgeltungssteuer werden bei veranlagten Steuerpflichtigen 25%, darauf 5,5% Solidaritätssteuer und evtl. Kirchensteuer als Quellensteuer erhoben
(seit 01.01.2009)
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Stressfaktor Versuch, die schlaflosen Nächte von Anteilsinhabern zu bewerten. Ein hoher Stressfaktor bedeutet eine große Schwankungsbandbreite der Anteilswerte eines Fonds, also eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass in bestimmten Momenten der Anteilswert deutlich unterhalb seines im langjährigen Durchschnitt zu ermittelnden Wertes stehen kann. Die Größe des Stressfaktors hängt einmal von der Ausrichtung des Fonds ab, daneben auch davon, ob das Management innerhalb des vorgesteckten Rahmens sein Geschäft eher aggressiv oder eher defensiv wahrnimmt. Gehe zum Seitenanfang
Teilliquidations-
recht
Möglichkeit, die Anteilscheine an einem Fonds vorübergehend in Bargeld zu verwandeln, um nach Ablauf einer bestimmten Frist wieder in den Fonds einsteigen zu können, ohne neuerlich den Ausgabeaufschlag zahlen zu müssen. Dieser Service wird nur von wenigen Fonds geboten; meist müssen dann 10% der Anteile stehenbleiben. Unterschiedlich auch die Fristen, innerhalb derer kostenlos wiederangelegt werden kann (1-2 Jahre). Ähnlich wie das Umtauschrecht ist auch das Teilliquidationsrecht wichtiger Faktor für aktive Anleger, die außerhalb ihrer Fondsstrategie noch andere Geldambitionen haben. Gehe zum Seitenanfang
Thesaurierungs-
fonds
Ein Fondstyp, der die vereinnahmten Erträge nicht an die Anteilseigner ausschüttet, sondern hierfür neue Werte erwirbt. Die neu erworbenen Werte erhöhen sich also um den Betrag der nicht erfolgten Ausschüttung.
Thesaurierungsfonds haben eher Vorteile gegenüber ausschüttenden Fonds, denn die Kosten der Ausschüttung entfallen und beim Anleger fallen Buchungsvorgänge weg.
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Umtauschrecht Möglichkeit, die Anteilscheine an einem Fonds in Anteilscheine an einem anderen Fonds derselben Kapitalanlagegesellschaft zu tauschen, ohne erneut den Ausgabeaufschlag in voller Höhe bezahlen zu müssen. Bei einigen Fondsfamilien ist der Anteilumtausch kostenlos, bei anderen zu ermäßigten Ausgabeaufschlägen möglich. Teilweise ist der kostenlose Umtausch nur von Aktienfonds in Rentenfonds möglich. Das Umtauschrecht ist ein wichtiger Faktor für Investmentanleger, die die Börsenverhältnisse aktiv ausnutzen wollen: Sie können dann z.B. in Zeiten nachgebender Börsen ihr Kapital vor Verlusten retten, indem sie vorübergehend in Renten gehen, um bei gesunkenen Aktienkursen wieder in den Aktienfonds einzusteigen.
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Verkaufsprospekt Der Verkaufsprospekt ist die offizielle, vom Gesetzgeber geforderte Dokumentation über wichtige Charakteristika eines Fonds. Beispielsweise müssen darin Angaben über die Ausrichtung eines Fonds oder die Höhe des Ausgabeaufschlages enthalten sein.
Sehr begrenzt sind allerdings die Verpflichtungen, die wirtschaftlichen Risiken des Fonds zu beschreiben.
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Wiederanlage-rabatt Für die Ausschüttungen müssen keine (oder geringere) Ausgabeaufschläge bezahlt werden, wenn sie innerhalb einer bestimmten Frist dazu verwendet werden, neue Anteilscheine des Fonds zu kaufen. Gehe zum Seitenanfang